Stukkateurfachbetrieb Brezina GmbH
A-2093 Geras, Vorstadt 26-28 Tel: 0676 / 955 87 65 Fax: 02912 / 611 70
Untergrund und Vorbereiten des Untergrundes
Der Untergrund ist auf lose Stellen zu überprüfen, von Farben und Tapeten zu reinigen und bei glatten, schlecht saugenden
Untergründen gegebenenfalls aufzurauhen (bei Gipskartonplatten den Karton nicht entfernen !).
Vor dem Verlegen keinen Tiefengrund, keine Farbe etc. aufbringen, da sich dadurch das Saugverhalten des Untergrundes
ändert und keine einwandfreie Bindung mit dem Mauerwerk mehr vorhanden ist. Die Stuckprofile auch nicht auf Holzplatten
oder Holzwände verlegen, bei unterschiedlichen Untergründen (z.B. Betonwände oder Gipskartondecke) sollten nach
Möglichkeit die Gesimse nur einseitig verklebt werden (Rißbildung durch Spannungen möglich ).
Größere Unebenheiten oder Schadstellen, wie Löcher oder Risse, vor dem Verlegen mit geeigneten Materialien ausfüllen
und gegebenenfalls armieren. Kleine Unebenheiten von max. 10 mm können bei der Montage ausgeglichen werden.
Die zum Verlegen benötigten Werkzeuge sowie Klebemassen
Werkzeuge (Auszug): Eimer, Wasserwaage, Schlagschnur, Bleistift, Maßband, Hammer,
Nägel, feinzahnige Säge, Gehrungslade, Spachtel, Fugeneisen,
Pinsel, Schleifpapier, Bohrmaschine, Schrauben, Dübel und Keile
Klebe - und
Fugenmassen (Auszug): Stuckkleber, Gipsansatzbinder, Haftputzgips und Spachtelgips,
Uniflott, Fugenfüller
Verlegen von Gesimsleisten
Eine Behelfslinie auf Wand und Decke mit der Schlagschnur ziehen und auf dieser Nägel in das Mauerwerk schlagen, um
ein Abrutschen der Profile zu verhindern.
Der Kleber wird teigig angerührt (ohne Klumpen) und in Abständen von 20-30 cm nur auf der Klebekante aufbringen (nicht
im Hohlraum). Die Stuckprofile auf die Nägel setzen und unter leichtem Druck nach links und rechts verschieben, damit sich
der Kleber leichter verteilen kann.
Nach dem genauen Einrichten mit 2 oder 3 Nägel, welche in die Decke geschlagen werden, das Gesimse gegen Absturz
sichern. Austretende Klebemasse mit Spachtel und Wasserpinsel entfernen.
Beim Ansetzen der weiteren Profile ist auf einen verzahnungsfreien Übergang zu achten (Keile unterschieben). Bei den
Ecken werden die Gesimse mit Säge und Gehrungslade in Gehrung geschnitten und verklebt.
Nach dem Aushärten des Klebers (ca. 2-3-Std.) werden die Nägel entfernt und die Fugen und Stöße mit Fugenmasse
geschlossen, danach mit Schleifpapier geschliffen, wobei auf einen nahtlosen Übergang zu achten ist, damit nachher keine
Stoßstellen sichtbar bleiben.
Bei größer dimensionierten Gesimsen oder bei nur einseitiger Verlegung (unterschiedliche Mauerwerkteile oder indirekten
Beleuchtungen) ist eine zusätzliche Verschraubung mit Dübeln und rostfreien Schrauben unbedingt erforderlich. Die
Schrauben werden nach Möglichkeit auf einer glatten Stelle gesetzt und leicht versenkt (nicht auf Kanten oder Ornamente)
und nachher mit Fugenmasse geschlossen und nahtlos verschliffen.
Gehrung schneiden
Folgende Annahme:
Sie stehen vor Ihrer Wand und möchten links mit einem Inneneck beginnen.
Stellen sie sich ca. einen Meter von der Wand mit Blickrichtung ins linke Mauereck.
Sie haben jetzt links und rechts jeweils eine Wand.
Halten Sie nun das Gesimse mit der rechten Hand so wie es verlegt wird (Schräg nach vorne) und mit dem Daumen nach
unten. Der ausgestreckte Daumen zeigt Ihnen eine Schräge nach links, kippen Sie das Gesimse nun nach unten und legen
es in die Gehrungslade.
Der Teil welchen Sie gerade in der Hand halten ist der Teil den sie brauchen.
Folgende zwei Hinweise werden Ihnen helfen das Gesimse richtig in die Gehrungslade zu legen.
Ihre Decke ist der Boden der Gehrungslade, Ihre Wand ist der senkrechte Teil der Gehrungslade der auf Ihrer Seite ist.
Weiters gilt bei Innenecken immer linke Seite = linke Hand, rechte Seite = rechte Hand.
Das Gesimse immer im gleichen Abstand wie in der Irchse hineinlegen, und mit einer feinzahnigen Säge ohne Druck im 45
Gradwinkel schneiden.
Nachbehandlung
Nach vollständiger Austrocknung des Klebers und nach dem nahtlosen Verschleifen der Stöße und Gehrungen kann mit dem
Übermalen begonnen werden. Es ist ratsam vor dem ersten Anstrich eine Schicht verdünnten Tiefengrund oder ähnlichem
aufzutragen, um ein zu starkes Saugen zu verhindern.
Zum Übermalen eignen sich Leimfarben, Halbdispersionen, sowie Lacke und Farben jeder Art. Auch können die
Stuckgesimse kunstvoll vergoldet, lasiert, patiniert und marmoriert werden.
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Die Verarbeitungshinweise dienen zur grundsätzlichen Information und sollen nach bestem Gewissen beraten.
Der Inhalt ist ohne Rechtsverbindlichkeit, auch kann keine Gewähr angesichts der Vielseitigkeit von Anwendung und Verarbeitung im
Einzelfall übernommen werden. Unsere Hinweise entbinden den Käufer nicht von seiner Verpflichtung, den vorhanden Untergrund und
seine Eignung unserer Produkte für den vorhergesehenen Verwendungszweck in eigener Verantwortung zu prüfen.
Verarbeitungshinweis für Gesimse
Email: stuck@stuck.at
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